Startseite
Werke
News
Concerti


URAUFFÜHRUNGEN / NEUERSCHEINUNGEN / NACHRUFE                                                      (Auswahl)                                                                                               

                                                                                                                                                                                                                                                                                      Mai 2016 -127

 
Nachruf Gerhard Braun (1932 - 2016)

Am 14. Januar 2016 verstarb plötzlich Prof. Gerhard Braun im Alter von 83 Jahren in einem Stuttgarter Krankenhaus. Als Flötist wurde er 1960 - 70 insbesondere durch spektakuläre Uraufführungen avantgardistischer Flötenmusik bekannt. Dabei hatte er führenden Anteil an der Erweiterung spieltechnischer Möglichkeiten. In Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten entstanden so Standard-Werke für Block- und Querflöte. Nach Kompositionsstudien bei Konrad Lechner trat er dann 1970 beim Allgemeinen Deutschen Musikfest Hannover mit eigenen Kompositionen hervor. Dabei entstanden Kompositionen für Singstimmen, Schlagzeug und Kammermusik. Gerhard Braun bevorzugte knappe, aphoristische Formen, die an Paul Klee erinnern. Die Kompositionen sind keiner eng gefassten Kompositions-Technik zuzuordnen. Sie zeichnen sich durch differenzierte Rhythmik und eine breite Klangpalette, unter Einbeziehung neuer Spiel- und Verfremdungstechniken, aus. Dies geht bis in die Grenzbereiche des Geräuschhaften. Immer wieder zeigen eingearbeitete Zitate aber auch Verbindungslinien zu historischer Musik auf.




Nachruf Herbert Callhoff (1933 - 2016)

Am 20. Februar 2016 starb Prof. Herbert Callhoff im Alter von 82 Jahren in Köln.                       Er  wurde in Viersen / Niederrhein geboren, dort steht er bis heute in hohem Ansehen, wobei seine Vorfahren aus Westfalen stammen. Schon als Jugendlicher hatte Callhoff einen Mentor: Ernst Klusen, den hochgbildeten Musikologen und Leher. Dieser empfahl ihm das Musikstudium an der Folkwangenhochschule in Essen, wobei er speziell die kirchenmusikalische Ausbildung suchte. In Essen absolvierte er zunächst die traditionelle klassische Kompositions-ausbildung. Prof. Reda vermittelte Callhoff zwar einen sehr individuellen Kompositionsstil, aber orientiert an der alten Tradition. Bereichert wurde diese Ausbildung durch fortschreitende Einflüsse der neuen Musik von B. A. Zimmermann, Messiaen, Stockhausen u. a. Das musikalische Studium schloß Callhoff in Köln an der Musikhochschule ab. Inzwischen war er als Organist und Kantor in Düsseldorf tätig. Zu seinem eigenen Stil kam er durch Jürg Baur in Düsseldorf. Neben der kirchenmusikalischen Tätigkeit kam seine Lehrtätigkeit an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf, die dann ihren Höhepunkt als Rektor des Institutes fand. Hier bewirkte er viel Gutes, bis er 65-jährig in den Ruhestand ging. Einen konträren Ruhepunkt hatte Callhoff in seinem Ferienhaus an der Süd-Westküste Irlands gefunden, wo er in über 15 Jahren seine kompositorischen Pläne mit den Sinfonien IV bis VI vollendete, die noch der postumen Uraufführung harren.




Hans Eugen Frischknecht

In der Stadtkirche in Biel spielte Hans Eugen Frischknecht am 02. Mai 2016 selbst seiene eigenen Orgelwerke: "4 Stücke für eine mitteltönig gestimmte Orgel", "5 liturgische Stücke für Orgel", "Nov-Org IV" und "FanSol Si V für Orgel".                                                                                                                                                         Ausgaben: EGA in Vorbereitung (4 Stücke für eine mitteltönig gestimmte Orgel), EGA 167 (5 liturgische Stücke für Orgel), EGA in Vorbereitung (Nov-Org IV), EGA 280 (FanSolSi für Orgel)

Am 20. November 2016 kommt in der Johanneskirche in Bern Hans Eugen Frischknechts neuestes Werk >Gleich - Ungleich<. zur Uraufführung. Interpreten sind Magdalena Oliferko und Hans Eugen Frischknecht.                                                                                                            Ausgabe: EGA 302




Mathias Husmann

Als jüngste Verlags-Neuerscheinung hat Mathias Husmann das in Kirchen viel aufgeführte AVE MARIA (nach Charles Gounod) einer Textunterlegung nach der berühmten Flötenmelodie aus dem AIR von J. S. Bachs dritten Orchestersuite herausgebracht. Um es Sopran-, Mezzo sopran und Altstimmen singbar zu machen, liegen der Ausgabe drei Solostimmen mit Orgel neben ursprünglichem C-Dur in den transponierten Tonarten A-Dur und F-Dur bei.                                                                    Ausgabe: EGA 298                    




Konrad Lang

Soeben erschienen ist Konrad Langs reduzierte Fassung von                                             Ludwig van Beethoven "Christus am Ölberge" op. 85 (1803).                                           Es handelt sich um ein Oratorium für 3 Solostimmen, Chor und Orchester in einer reduzierten Orchesterfassung für Pauken, Orgel und Streichorchester. Die erfolgreiche Uraufführung erfolgte am Karfreitag 25.03.2016 in der Stadtkirche in Lörrach. Weitere Aufführungen sind geplant.                                                                                                                            Ausgabe: EGA 303




Wolfgang Ludewig

Fast vollendet hat Wolfgang Ludewig zur Zeit sein 4. Streichquartett, das 2016 im Rahmen eines Konzertes zu seinem 90. Geburtstag in Stuttgart zur Uraufführung vorogesehen ist.                 Ausgabe: noch in Vorbereitung




Nachruf Eva Schorr (1927 - 2016)

Am 20. Januar 2016 starb Eva Schorr im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer schweren Erkrankung.  Sie war  eine der wenigen herausragenden Komponistinnen unter den Zeitgenossen. Vier ihrer Werke sind in der Edition Gamma verlegt.                                                                         Ausgabe: EGA 293 La Caccia, EGA 249 Miniaturen, EGA 261 Sonate und EGA 256 Trio obligato